{"id":4148,"date":"2026-01-09T19:53:47","date_gmt":"2026-01-09T18:53:47","guid":{"rendered":"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/?p=4148"},"modified":"2026-01-09T19:57:22","modified_gmt":"2026-01-09T18:57:22","slug":"taz-interview-manche-muessen-koerperfunktionen-timen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/en\/journal\/taz-interview-manche-muessen-koerperfunktionen-timen\/","title":{"rendered":"taz Interview: \u201eManche m\u00fcssen K\u00f6rperfunktionen timen\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer auf der Stra\u00dfe lebt, f\u00fcr den ist vieles schwerer. F\u00fcr effektive Gegenstrategien fehlt der politische Wille, sagt Andrea Protschky.<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"835\" height=\"557\" src=\"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/39676808.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4149\" srcset=\"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/39676808.jpeg 835w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/39676808-480x320.jpeg 480w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/39676808-640x427.jpeg 640w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/39676808-720x480.jpeg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 835px) 100vw, 835px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Direkt unter dem Reichstag und doch abgekoppelt von der Politik: Wohnungslosigkeit in BerlinFoto:&nbsp;Clemens Bilan\/epa<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Frau Protschky, Sie fahren mit der U-Bahn und beobachten folgende Szene: Eine obdachlose Person riecht streng, jemand setzt sich weg. Was denken Sie?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Andrea Protschky:<\/strong>&nbsp;Ich m\u00f6chte einzelnes Verhalten nicht moralisch bewerten. Mich interessiert in meiner Forschung, wie bestimmte Personengruppen in unserer Gesellschaft ausgeschlossen und stigmatisiert werden. In der Bef\u00f6rderungsordnung des Verkehrsbund Berlin-Brandenburg steht zum Beispiel, dass \u201everschmutzte und \u00fcbelriechende\u201c Personen von der Bef\u00f6rderung ausgeschlossen sind. Sie werden auch tats\u00e4chlich rausgeworfen. Ausgeblendet wird aber: Wie ist es \u00fcberhaupt dazu gekommen, dass eine Person sich nicht pflegen kann?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Warum wird das ausgeblendet?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Die Norm, dass man sich waschen soll, hat sich historisch unter anderem herausgebildet, weil es f\u00fcr die Krankheitsbek\u00e4mpfung wichtig war. Heute ist diese soziale Norm aber so verinnerlicht, dass eine Nichteinhaltung Affekte wie Ekel hervorrufen kann. Es wird gesellschaftlich als pers\u00f6nliche Verfehlung betrachtet, wenn eine Person ihre Hygiene nicht aufrechterh\u00e4lt. Nicht ber\u00fccksichtigt wird, ob die Person \u00fcberhaupt die M\u00f6glichkeit hat, sich zu waschen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Wasser, Toiletten und Strom sind in Deutschland in der Regel \u00fcber die eigene Wohnung zug\u00e4nglich. Sie forschen dazu, wie der Zugang zu Infrastruktur Menschen ein- oder ausschlie\u00dft. Was hei\u00dft das f\u00fcr obdachlose Menschen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;F\u00fcr Menschen, die auf der Stra\u00dfe leben oder Notunterk\u00fcnfte nutzen, ist es richtig schwierig. In den meisten&nbsp;<a href=\"https:\/\/taz.de\/Schlafplaetze-fuer-junge-Obdachlose\/!6088651\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Notschlafstellen<\/a>&nbsp;kommt man abends an und muss morgens um 7.30 Uhr wieder gehen. In der Zwischenzeit kann man duschen, sich aufw\u00e4rmen, auf Toilette gehen oder das Handy laden. Daneben gibt es auch Tagesaufenthalte, Beratungsstellen und mobile Angebote. Es gibt also M\u00f6glichkeiten, aber sie haben sehr begrenzte \u00d6ffnungszeiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Ein Toilettengang ist f\u00fcr Menschen, die eine Wohnung haben, selbstverst\u00e4ndlich. Menschen, die auf der Stra\u00dfe leben, m\u00fcssen sich organisieren, damit sie \u00fcberhaupt nur ihre Grundbed\u00fcrfnisse befriedigen k\u00f6nnen.<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Ich habe mir unter anderem Infrastrukturen f\u00fcr Wasser, Energie und Mobilit\u00e4t angeschaut \u2013 und die sind sehr eng mit dem K\u00f6rper verbunden. Die grundlegenden Bed\u00fcrfnisse \u2013 sich zu waschen, zu trinken, an einem warmen Ort zu sein, oder die M\u00f6glichkeit, eine gr\u00f6\u00dfere Strecke zur\u00fcckzulegen \u2013 sind f\u00fcr wohnungslose Menschen mit gro\u00dfen H\u00fcrden verbunden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Welche Folgen hat das konkret?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Menschen ohne feste Unterkunft m\u00fcssen zum Teil ihre K\u00f6rperfunktionen timen. Sie m\u00fcssen \u00fcberlegen, wann muss ich zur Toilette? Wo kann ich das tun? Wie komme ich dahin? Habe ich genug Geld daf\u00fcr? Das ist ein riesiger Organisationsaufwand. Wenn man sich zum Beispiel kein Ticket f\u00fcr \u00f6ffentliche Verkehrsmittel leisten kann, m\u00fcssen oft sehr weite Wege zu Fu\u00df zur\u00fcckgelegt werden \u2013 was oft auch k\u00f6rperliche Folgen hat. Eine Frau hat mir erz\u00e4hlt, dass sie einmal Durchfall hatte und es nicht rechtzeitig auf eine Toilette geschafft hat. Sie hatte auch danach keine M\u00f6glichkeit zu duschen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8220;Mit sozialen Ausschl\u00fcssen werden auch immer Machtverh\u00e4ltnisse stabilisiert.&#8221;<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Die britische Professorin Katie Meehan und andere For\u00adsche\u00adr*in\u00adnen haben in diesem Zusammenhang von einem \u201eWohnungsparadox im Globalen Norden\u201c geschrieben. Was ist damit gemeint?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Es geht darum, dass Wohnen und Infrastruktur vor allem im Globalen Norden sehr eng verkn\u00fcpft sind. Eigentlich ist das weltweit ein Ideal. Im Globalen Norden ist es aber ein Standard, dass es Zugang zu Wasser, Elektrizit\u00e4t, W\u00e4rme und auch Kommunikationstechnologien in der Wohnung gibt. Hat man diese Zug\u00e4nge nicht, f\u00fchrt das aber nicht nur zu Ausschl\u00fcssen, sondern gleichzeitig zu einer Kriminalisierung. Wenn wohnungslose Menschen zum Beispiel in einem Busch auf Toilette gehen, weil sie keine andere M\u00f6glichkeit haben, dann ist das eine Ordnungswidrigkeit. Das ist mit Paradox gemeint.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Was folgt daraus? Br\u00e4uchte es mehr \u00f6ffentliche Toiletten? Mehr Wohnungen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Das ist eine wichtige Frage. Die genannten Au\u00adto\u00adr*in\u00adnen bef\u00fcrworten tats\u00e4chlich mehr Infrastruktur im \u00f6ffentlichen Raum. Ich glaube zwar auch, dass der Zugang zu kostenlosen, \u00f6ffentlichen Toiletten oder Trinkwasser, Strom und WLAN die Situation verbessern w\u00fcrde. Aber es lassen sich nicht alle Infrastrukturzug\u00e4nge, die man in der Wohnung hat, einfach im \u00f6ffentlichen Raum ersetzen. Wenn Leute auf \u00f6ffentliche Toiletten angewiesen sind und diese auch nachts nutzen, ist zum Beispiel die Gefahr von \u00dcbergriffen sehr gro\u00df, insbesondere f\u00fcr Frauen. Es fehlt der Schutzraum. W\u00e4rme, also heizen, funktioniert \u00fcberhaupt nicht im \u00f6ffentlichen Raum. Deswegen kann eigentlich nur der Zugang zu Wohnraum eine nachhaltige L\u00f6sung sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Welche Strategien entwickeln Menschen, um diese fehlenden Zug\u00e4nge auszugleichen?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Sie versuchen sich zum Beispiel in Shoppingmalls aufzuw\u00e4rmen, dort die Toiletten oder WLAN zu nutzen. Viele gehen aber auch mal zu Freun\u00add*in\u00adnen nach Hause. Oder es werden Camps gebaut, in denen man sich eigene L\u00f6sungen \u00fcberlegt. Man benutzt Gaskocher, um Essen zu erw\u00e4rmen. Manchmal nehmen die Leute auch Gaskocher mit ins Zelt und das kann im schlimmsten Fall zu Feuern oder zum Ersticken f\u00fchren. All diese Ersatzstrategien sind sehr prek\u00e4r. Selbst wenn man bei Freun\u00add*in\u00adnen duschen kann, ist man immer auf die Erlaubnis angewiesen. Das schafft einseitige Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Sie selbst haben diese Anstrengungen einmal \u201eK\u00f6rperlichkeit als Daueraufgabe\u201c genannt.<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Das Leben auf der Stra\u00dfe zehrt enorm an der Gesundheit der Menschen. Wenn der K\u00f6rper einer wohnungslosen Person dann irgendwann in einem sehr schlechten Zustand ist, dann f\u00fchrt das auch zu weiteren Ausschl\u00fcssen. Wenn diese Menschen zum Beispiel in einem Caf\u00e9 zur Toilette gehen wollen, wird es ihnen oft verwehrt, was Menschen, die nicht wohnungslos aussehen, seltener passiert. Und selbst die Notunterk\u00fcnfte haben meist Hausregeln, die bestimmte Gruppen ausschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Welche?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Es gibt zum Beispiel fast \u00fcberall Konsumverbote in den Einrichtungen. Man kann die Beweggr\u00fcnde der Gemeinschaftsunterk\u00fcnfte auch nachvollziehen. Aber wenn eine Person s\u00fcchtig ist, dann h\u00e4lt sie gegebenenfalls keine Nacht ohne Konsum durch, und wer nachts einmal die Unterkunft verl\u00e4sst, darf meist nicht wieder reinkommen. Das kann Menschen davon abhalten, das Angebot zu nutzen. Es gibt aber auch ganz andere Ausschl\u00fcsse: Zum Beispiel gibt es nur sehr wenig Pl\u00e4tze f\u00fcr Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen oder anderweitig mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkt sind. Zum Teil sind es aber auch einfach die Zust\u00e4nde in den Einrichtungen selbst, weshalb die Leute diese nicht nutzen wollen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Sie haben f\u00fcr Ihre Forschung mit vielen Betroffenen gesprochen. Was haben die \u00fcber die Zust\u00e4nde erz\u00e4hlt?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Dass es nicht so sauber ist, dass es \u00fcbel riecht. Dass es lange Wartezeiten gibt und man sich nicht sicher sein kann, ob man wirklich reinkommt. Ganz h\u00e4ufig wurden auch andere G\u00e4ste als Problem angesprochen, dort sind ja viele Menschen auf engem Raum untergebracht. Es kommt zu Konflikten, zu Diebstahl. Ich selbst habe auch l\u00e4nger in einer Unterkunft gearbeitet. Zum Teil haben Menschen auf dem Boden geschlafen, auch ohne Matratze und Decke, wenn sie zu sp\u00e4t in die Einrichtung kamen und der Schlafsaal schon voll war. Das sind Bedingungen, bei denen ich verstehe, dass es f\u00fcr manche Leute angenehmer ist, drau\u00dfen zu schlafen oder sich im Camp gut einzurichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Nicht nur bei den Notfallschlafstellen, auch bei den ordnungsrechtlichen Unterbringungen, den Wohnheimen, werden Zust\u00e4nde kritisiert. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit sollen Mindeststandards entwickelt werden. Warum gibt es die nicht l\u00e4ngst?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Auch die ordnungsrechtlichen Unterk\u00fcnfte sind eigentlich nur als Notl\u00f6sung konzipiert. Aber in der Realit\u00e4t werden diese von Menschen zum Teil \u00fcber Jahre bewohnt. Der Wahnsinn daran ist ja, dass diese Unterk\u00fcnfte gleichzeitig sehr teuer f\u00fcr die Kommunen sind \u2013 viel teurer, als wenn man perspektivisch einfach Wohnungen anmieten w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Was sagt es \u00fcber unsere Gesellschaft aus, dass Obdachlosigkeit als individuelles Versagen betrachtet wird?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Mit sozialen Ausschl\u00fcssen werden auch immer Machtverh\u00e4ltnisse stabilisiert. Die allermeisten Menschen verlieren ihre Wohnung zum Beispiel wegen Mietschulden. Wenn Menschen am Ende zwangsger\u00e4umt werden, erf\u00fcllt das auch die Funktion, dass alle anderen p\u00fcnktlich ihre Miete bezahlen. Deswegen gibt es auch kein politisches Interesse, auf Zwangsr\u00e4umungen zu verzichten. Sie sind ein Druckmittel f\u00fcr die breite Masse, sich konform zu verhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>taz: Wie zuversichtlich sind Sie,&nbsp;<a href=\"https:\/\/taz.de\/Kongress-zu-Wohnungslosigkeit\/!6064482\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass 2030 niemand mehr wohnungslos ist<\/a>&nbsp;\u2013 so wie es sich Deutschland vorgenommen hat?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Protschky:<\/strong>&nbsp;Es fehlt einfach an politischem Willen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/taz.de\/Housing-first-in-Finnland\/!5914243\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In Finnland wird der Housing-First-Ansatz sehr gro\u00dffl\u00e4chig praktiziert<\/a>, es wird Wohnraum f\u00fcr wohnungslose Menschen \u00fcber eine Stiftung gebaut und zur Verf\u00fcgung stellt. Das ist nachgewiesen sehr erfolgreich. Hier gibt es einzelne Projekte und es wird geforscht, aber eigentlich liegen alle Daten l\u00e4ngst auf dem Tisch. Wir m\u00fcssten nicht nur mehr Wohnraum bereitstellen, sondern auch den Verlust der Wohnung vermeiden. Solange Wohnraum als Ware behandelt wird, steht er zun\u00e4chst einmal nur denen zur Verf\u00fcgung, die sich ihn leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\">Das Interview f\u00fchrte <a href=\"https:\/\/taz.de\/Jasmin-Kalarickal\/!a127\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jasmin Kalarickal<\/a>, ver\u00f6ffentlicht am 15.11.2025 um 20:34 Uhr unter <a href=\"https:\/\/taz.de\/Stadtforscherin-ueber-Wohnungslosigkeit\/!6123641\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/taz.de\/Stadtforscherin-ueber-Wohnungslosigkeit\/!6123641\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer auf der Stra\u00dfe lebt, f\u00fcr den ist vieles schwerer. 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