{"id":4477,"date":"2026-09-24T17:34:29","date_gmt":"2026-09-24T15:34:29","guid":{"rendered":"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/?post_type=veranstaltung&#038;p=4477"},"modified":"2026-09-24T17:34:35","modified_gmt":"2026-09-24T15:34:35","slug":"mein-haus-mein-auto-ueber-das-wohnen-und-fahren-in-der-vorstadt","status":"publish","type":"veranstaltung","link":"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/en\/veranstaltung\/mein-haus-mein-auto-ueber-das-wohnen-und-fahren-in-der-vorstadt\/","title":{"rendered":"Mein Haus, mein Auto!\u00a0\u00dcber das Wohnen und Fahren in der Vorstadt"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-image-480\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"332\" src=\"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-480x332.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4478\" srcset=\"https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-480x332.jpg 480w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-640x443.jpg 640w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-720x498.jpg 720w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-960x664.jpg 960w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-1168x808.jpg 1168w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-1440x997.jpg 1440w, https:\/\/gewohnter-wandel.de\/wp-content\/uploads\/Fotocredit-\u00a9-Opel-Automobile-GmbH-1920x1329.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00a9 Opel Automobile GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Wohnform ist so popul\u00e4r wie das Einfamilienhaus. Vielleicht mehr denn je verspricht es sicheren R\u00fcckzugsraum, Selbstwirksamkeit und ein gutes Leben \u2013 zugleich werden hier stereotype Geschlechterrollen, heteronormativ-patriarchale Familienbilder und Eigentumsideologien verr\u00e4umlicht. Tats\u00e4chlich wohnen in den meisten H\u00e4usern nur ein oder zwei \u00e4ltere Personen, von denen nicht wenige offen w\u00e4ren f\u00fcr ein diverseres und sch\u00f6neres Wohnen. Doch die Debatte dar\u00fcber, wie im EFH-Bestand anders gewohnt werden k\u00f6nnte, ist ideologisch aufgeladenen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die seltsame diskursive Stellung des Einfamilienhauses ist vergleichbar mit der des Autos. Beide sind Hauptfiguren der Wirtschaftswunder-Erz\u00e4hlung, scheinen Grundfesten bundesrepublikanischer Identit\u00e4t. Dabei sind Haus und Auto eng verstrickt: Das eigene Heim in der Vorstadt ist ohne den eigenen Wagen unbewohnbar. Und ohne die Vorstadt br\u00e4uchte es kaum so viele Autos. Die Folgen sind Umweltverschmutzung, klassistische Segregation und erschwerte Teilhabe f\u00fcr alle, die nicht Auto fahren: Die automobile Vorstadt ist strukturell ungerecht. Doch selbst wenn morgen alle Autos verschw\u00e4nden \u2013 die Vorst\u00e4dte blieben, mit ihren Infrastrukturen, ihren \u201areinen\u2018 Wohngebieten und ihren automobilen Subjekten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vortrag betrachtet die Hintergr\u00fcnde des Einfamilienhaus-Booms der Wirtschaftswunderjahre im Zusammenhang mit der Automobilisierung dieser Zeit. Er l\u00e4dt ein zur Diskussion \u00fcber den Einfamilienhaus-Bestand als zentrale Ressource f\u00fcr eine Zukunft des Wohnens, die weniger Mobilit\u00e4t erforderlich macht. Wie l\u00e4sst sich das Wohnen und Fahren in der Vorstadt verwandeln?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jan Engelke (Dr. Ing.)<\/strong> lehrt und forscht als Postdoc an der Professur Urban Design der TU M\u00fcnchen zur Transformation der allt\u00e4glichen Stadt. Besonders interessieren ihn Eigentumsverh\u00e4ltnissen und Genderrollen, Mobilit\u00e4t und der \u00f6ffentliche Raum in der Vorstadt sowie Methoden des St\u00e4dtebaus. Er studierte Architektur an der ETH Z\u00fcrich und der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar und promovierte als assoziierter Kollegiat des DFG-Graduiertenkollegs \u00bbIdentit\u00e4t und Erbe\u00ab an der TU M\u00fcnchen zum Eigenheim in der bundesdeutschen Nachkriegszeit und der Zeitschrift Sch\u00f6ner Wohnen. Mit ANA arbeitet Jan als Architekt in Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Veranstaltungsort: Marienstra\u00dfe 13 (H\u00f6rsaal D), Weimar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Wohnform ist so popul\u00e4r wie das Einfamilienhaus. Vielleicht mehr denn je verspricht es sicheren R\u00fcckzugsraum, Selbstwirksamkeit und ein gutes Leben \u2013 zugleich werden hier stereotype Geschlechterrollen, heteronormativ-patriarchale Familienbilder und Eigentumsideologien verr\u00e4umlicht. 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