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Publikationen/Veröffentlichungen aus dem Kollegium

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Untersuchungen zu Verdrängungsprozessen stehen vor der forschungspraktischen Herausforderung, Haushalte befragen zu wollen, die qua Definition nicht mehr im Untersuchungsgebiet wohnen. Methodologisch setzt die vorliegende Längsschnittstudie als Wohnungspanel hier an, indem sie Verdrängungsprozesse in zwei Frankfurter Arbeitersiedlungen zwischen 2018 und 2024 auf Basis quantitativer Haushaltsbefragungen, qualitativer Interviews sowie Umzugsdaten analysiert. Eine Besonderheit des Forschungsdesigns ist, dass die Untersuchung bereits vor den erwartbaren Verdrängungsprozessen im Kontext umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen begonnen wurde und den Wandel der Miet- und Wohnverhältnisse über einen Zeitraum von sechs Jahren beobachten konnte. Im Ergebnis zeigt die Studie, dass die Verdrängungsprozesse sowie die immobilienökonomische und soziale Aufwertung der Siedlungen deutlich umfassender und gravierender waren, als es bisherige Studien für stärker wohlfahrtsstaatlich regulierte Wohnungsregime mit einem vergleichsweise guten Mieterschutz beschrieben haben. Im Kontext der Modernisierungsmaßnahmen haben jeweils mehr als die Hälfte der ursprünglichen Bewohner*innen die beiden Siedlungen verlassen.

Schipper, S. (2025). Verdrängung messen. Eine kleinräumige Längsschnittstudie zu Gentrifizierungsprozessen in Frankfurt am Main. sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung, 13(2/3), pp. 167–199.