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Gewohnter Wandel

Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens

Profil des Graduiertenkollegs

Willkommen auf der Webseite des DFG-Graduiertenkollegs »Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens«. Das Graduiertenkolleg ist eine gemeinsame Einrichtung der Bauhaus-Universität Weimar und der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Das Graduiertenkolleg erforscht aus inter- und transdisziplinärer Perspektive den stetigen und vielschichten Wandel des Wohnens. Im Zentrum der Forschung steht das komplexe Spannungsverhältnis von gesellschaftlichem Wandel und räumlicher Materialisierung des Wohnens und seine Bedeutung für die nachhaltige und sozial gerechte Gestaltung der Wohnungsversorgung.

Im Kolleg forschen derzeit über 20 Kollegiat:innen (Promovierenden und PostDocs) sowie ein interdisziplinäres Kollegium aus Geographie, Soziologie und Kunstgeschichte, sowie Stadtplanung und Städtebau, Landschaftsarchitektur, Wohnungsbau, Infrastrukturökonomie und Human Computer Interaction.

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Mein Haus, mein Auto! Über das Wohnen und Fahren in der Vorstadt

Ring­vorlesung

Okt.
20
17:00
–
18:30

Jan Engelke

Keine Wohnform ist so populär wie das Einfamilienhaus. Vielleicht mehr denn je verspricht es sicheren Rückzugsraum, Selbstwirksamkeit und ein gutes Leben – zugleich werden hier stereotype Geschlechterrollen, heteronormativ-patriarchale Familienbilder und Eigentumsideologien verräumlicht. Tatsächlich wohnen in den meisten Häusern nur ein oder zwei ältere Personen, von denen nicht wenige offen wären für ein diverseres und schöneres Wohnen. Doch die Debatte darüber, wie im EFH-Bestand anders gewohnt werden könnte, ist ideologisch aufgeladenen. Die seltsame diskursive Stellung des…
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Trends des Wandels des Wohnens

Gegenwärtig erfährt das weitgehend marktförmig organisierte und durch gesellschaftliche Individualisierung geprägte Wohnen unter den Bedingungen eines globalisierten, finanzialisierten und flexibilisierten Kapitalismus abermals einen tiefgreifenden Wandel. Dabei lassen sich derzeit aus Sicht der interdisziplinären Wohnungsforschung vier grundlegende und zum Teil in sich auch widersprüchliche Trends des Wandels erkennen.

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Arbeitsfelder

Das Graduiertenkolleg nähert sich dem Wandel des Wohnens entlang von drei Arbeitsfeldern: subjektive Wohnpraktiken (Alltag und Aneignung), die gesellschaftliche Organisation und Verteilung (Regulierung und Steuerung) sowie Entwurf, Bau, Finanzierung und Betrieb (Produktion und Bewirtschaftung) des Wohnens. Die Projekte fragen aus unterschiedlichen Perspektiven danach, in welcher Weise sich im Wandel des Wohnens gesellschaftliche Transformationen und räumliche Materialisierungen verstärken, verknüpfen oder auch beharrlich gegenseitig blockieren und in besonderer Weise manifestieren.

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Sind die Mieten zu niedrig? Warum eine Erhöhung der Bestandsmieten die Wohnungskrise nicht lösen, sondern verschärfen würde

Wissenschaftliche Stellungnahme aus der Stadt- und Wohnungsforschung Die Stellungnahme ist als Working Paper in der Schriftenreihe des GRK erschienen und abrufbar unter: 10.25643/dbt.71607 Kurzfassung Seit Jahren geht die Schere zwischen Bestands- und Angebotsmieten auseinander. Diese Spreizung nimmt nun ein Gutachten des Deutschen Juristentags (Artz/Lehmann-Richter 2026) zum Anlass, die Aufhebung der mietrechtlichen Beschränkungen für die Anhebung der Bestandsmieten zu fordern. Es…
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taz Interview: „Wir wohnen radikal ungleich“

Schwarz-Rot will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten. Die Stadtplanungsexpertin Barbara Schönig ist darüber „doppelt erschüttert“ taz: Frau Schönig, die Bundesregierung will verbieten, dass private Wohnungskonzerne auf Länderebene vergesellschaftet werden können. Was halten Sie von diesem Beschluss des letzten Koalitionsausschusses? Barbara Schönig: Ich bin überrascht, dass es möglich sein soll, per einfachem Bundesgesetz die verfassungsrechtliche Kompetenz eines Bundeslands zu beschneiden – aber das mögen…
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In Search of a Collective Housing Typology in Berlin and Beyond

  • Verena von Beckerath
  • 2026
  • Birkhäuser
  • https://doi.org/10.1515/9783035629408-006
von Beckerath, V. (2026). In Search of a Collective Housing Typology in Berlin and Beyond. In Eisenschmidt, A. (Ed.). At Home with the Collective. A Report from the Future of Housing. Birkhäuser, Basel, pp. 103–119.
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Raum und Klasse – Gespensterhafte Begegnungen

  • Lars Meier
  • 2025
  • transcript
  • https://www.transcript-open.de/doi/10.14361/9783839475041-009
Meier, L. (2025). Raum und Klasse – Gespensterhafte Begegnungen. In Kibel, J., Meier, N., Steets, S. & Weidenhaus, G. (Eds.). Figuring Out Spaces. Über die Sozialität von Räumen und die Räumlichkeit des Sozialen. transcript, Bielefeld, pp. 153–164.
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