Gewohnter Wandel

Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens

Profil des Graduiertenkollegs

Willkommen auf der Webseite des DFG-Graduiertenkollegs »Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens«. Das Graduiertenkolleg ist eine gemeinsame Einrichtung der Bauhaus-Universität Weimar und der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Das Graduiertenkolleg erforscht aus inter- und transdisziplinärer Perspektive den stetigen und vielschichten Wandel des Wohnens. Im Zentrum der Forschung steht das komplexe Spannungsverhältnis von gesellschaftlichem Wandel und räumlicher Materialisierung des Wohnens und seine Bedeutung für die nachhaltige und sozial gerechte Gestaltung der Wohnungsversorgung.

Im Kolleg forschen derzeit über 20 Kollegiat:innen (Promovierenden und PostDocs) sowie ein interdisziplinäres Kollegium aus Geographie, Soziologie und Kunstgeschichte, sowie Stadtplanung und Städtebau, Landschaftsarchitektur, Wohnungsbau, Infrastrukturökonomie und Human Computer Interaction.

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Trends des Wandels des Wohnens

Gegenwärtig erfährt das weitgehend marktförmig organisierte und durch gesellschaftliche Individualisierung geprägte Wohnen unter den Bedingungen eines globalisierten, finanzialisierten und flexibilisierten Kapitalismus abermals einen tiefgreifenden Wandel. Dabei lassen sich derzeit aus Sicht der interdisziplinären Wohnungsforschung vier grundlegende und zum Teil in sich auch widersprüchliche Trends des Wandels erkennen.

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Arbeitsfelder

Das Graduiertenkolleg nähert sich dem Wandel des Wohnens entlang von drei Arbeitsfeldern: subjektive Wohnpraktiken (Alltag und Aneignung), die gesellschaftliche Organisation und Verteilung (Regulierung und Steuerung) sowie Entwurf, Bau, Finanzierung und Betrieb (Produktion und Bewirtschaftung) des Wohnens. Die Projekte fragen aus unterschiedlichen Perspektiven danach, in welcher Weise sich im Wandel des Wohnens gesellschaftliche Transformationen und räumliche Materialisierungen verstärken, verknüpfen oder auch beharrlich gegenseitig blockieren und in besonderer Weise manifestieren.

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taz Interview: „Wir wohnen radikal ungleich“

Schwarz-Rot will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten. Die Stadtplanungsexpertin Barbara Schönig ist darüber „doppelt erschüttert“ taz: Frau Schönig, die Bundesregierung will verbieten, dass private Wohnungskonzerne auf Länderebene vergesellschaftet werden können. Was halten Sie von diesem Beschluss des letzten Koalitionsausschusses? Barbara Schönig: Ich bin überrascht, dass es möglich sein soll, per einfachem Bundesgesetz die verfassungsrechtliche Kompetenz eines Bundeslands zu beschneiden – aber das mögen…
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Weiter wohnen wie gewohnt?

Die erste Tagung des DFG-Graduiertenkollegs „Gewohnter Wandel“ fand unter dem Titel „Weiter wohnen wie gewohnt?“ am 7./8. Mai 2026 in Weimar statt und wurde gemeinsam dem Institut für Europäische Urbanistik veranstaltet. Die Tagung thematisierte die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der Zukunft des Wohnens im profilgebenden Spannungsverhältnis sozialer Transformation wie räumliche Materialisierung.  Die Tagung basierte auf drei zentralen Thesen, die das Graduiertenkolleg prägen und die auch den roten…
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Soziale Kämpfe um Wohnen und die Formierung von Solidarität

  • Tabea Latocha, Florian Janik
  • 2026
  • transcript
  • https://doi.org/10.14361/9783839417546
Wie entsteht Solidarität, die politischer Polarisierung und Rechtsruck entgegenwirken kann? Kollektive Organisierung und Konflikterfahrung spielen dafür eine wichtige Rolle. In Betriebsgruppen oder Nachbarschaftsinitiativen müssen die Beteiligten trotz ihrer Verschiedenheit zusammenhalten, wenn sie ihre Interessen durchsetzen wollen. Diese soziale Breite ist Herausforderung und Chance zugleich, denn sie erfordert die Auseinandersetzung mit rechter Alltagskultur und anderen Spaltungen, ermöglicht aber auch ihre Überwindung. Die Beiträger*innen präsentieren Befunde aus der sozialwissenschaftlichen Forschung und geben Einblick in gewerkschaftliche sowie aktivistische Erfahrungen mit der Organisierung von Solidarität. Latocha, T. & Janik (2026). F., Soziale Kämpfe um Wohnen und die Formierung von Solidarität. Chancen und Herausforderungen der…
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Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens: Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs

  • Sebastian Schipper, Barbara Schönig
  • 2026
  • Bauhaus-Universität Weimar
  • https://doi.org/10.25643/dbt.68650
Alle müssen wohnen!  Das 21. Jahrhundert konfrontiert unsere Gesellschaft schon in den ersten 25 Jahren mit Veränderungen und Herausforderungen, die in kaum einem Feld so gebündelt und doch vielseitig sichtbar werdenwie im Wohnen. Wirtschafts- und Finanzkrisen, globale Migration, Klimawandel, Energiekrise, Digitalisierung, demographischer Wandel, Individualisierung, räumliche und gesellschaftliche Polarisierung verändern unsereAnsprüche an das Wohnen, aber auch die Praktiken des Wohnens ebenso wie unsere Möglichkeiten, die Gestaltung und Verteilung von Wohnraum individuell und gesellschaftlich zu organisieren. Sie verändern damit zugleich nachhaltig und tiefgreifend auch Quartiere, Städte, Dörfer und Siedlungsräume als gebaute und soziale Räume. Mit Macht treten in diesem »Gewohnten Wandel« alte, aber ebenso…
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