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Gewohnter Wandel

Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens

Profil des Graduiertenkollegs

Willkommen auf der Webseite des DFG-Graduiertenkollegs »Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens«. Das Graduiertenkolleg ist eine gemeinsame Einrichtung der Bauhaus-Universität Weimar und der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Das Graduiertenkolleg erforscht aus inter- und transdisziplinärer Perspektive den stetigen und vielschichten Wandel des Wohnens. Im Zentrum der Forschung steht das komplexe Spannungsverhältnis von gesellschaftlichem Wandel und räumlicher Materialisierung des Wohnens und seine Bedeutung für die nachhaltige und sozial gerechte Gestaltung der Wohnungsversorgung.

Im Kolleg forschen derzeit über 20 Kollegiat:innen (Promovierenden und PostDocs) sowie ein interdisziplinäres Kollegium aus Geographie, Soziologie und Kunstgeschichte, sowie Stadtplanung und Städtebau, Landschaftsarchitektur, Wohnungsbau, Infrastrukturökonomie und Human Computer Interaction.

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Wohnzukünfte des 20. Jahrhunderts als Erbe der Gegenwart

Ring­vorlesung

Nov.
17
17:00
–
18:30

Margaret Haderer

The provision of housing is never merely a response to a basic social need. Housing is always political: it reflects ideas about citizenship, social participation, social status, and gender relations – and increasingly also about the relationship between humans and nature. The lecture examines housing policies in Vienna in the 1920s and Berlin after 1945. It focuses on mass housing policies and the associated socio-political utopias, guiding visions, and conflicts. The housing developments built during…
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Trends des Wandels des Wohnens

Gegenwärtig erfährt das weitgehend marktförmig organisierte und durch gesellschaftliche Individualisierung geprägte Wohnen unter den Bedingungen eines globalisierten, finanzialisierten und flexibilisierten Kapitalismus abermals einen tiefgreifenden Wandel. Dabei lassen sich derzeit aus Sicht der interdisziplinären Wohnungsforschung vier grundlegende und zum Teil in sich auch widersprüchliche Trends des Wandels erkennen.

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Arbeitsfelder

Das Graduiertenkolleg nähert sich dem Wandel des Wohnens entlang von drei Arbeitsfeldern: subjektive Wohnpraktiken (Alltag und Aneignung), die gesellschaftliche Organisation und Verteilung (Regulierung und Steuerung) sowie Entwurf, Bau, Finanzierung und Betrieb (Produktion und Bewirtschaftung) des Wohnens. Die Projekte fragen aus unterschiedlichen Perspektiven danach, in welcher Weise sich im Wandel des Wohnens gesellschaftliche Transformationen und räumliche Materialisierungen verstärken, verknüpfen oder auch beharrlich gegenseitig blockieren und in besonderer Weise manifestieren.

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Sind die Mieten zu niedrig? Warum eine Erhöhung der Bestandsmieten die Wohnungskrise nicht lösen, sondern verschärfen würde

Wissenschaftliche Stellungnahme aus der Stadt- und Wohnungsforschung Die Stellungnahme ist als Working Paper in der Schriftenreihe des GRK erschienen und abrufbar unter: 10.25643/dbt.71607 Kurzfassung Seit Jahren geht die Schere zwischen Bestands- und Angebotsmieten auseinander. Diese Spreizung nimmt nun ein Gutachten des Deutschen Juristentags (Artz/Lehmann-Richter 2026) zum Anlass, die Aufhebung der mietrechtlichen Beschränkungen für die Anhebung der Bestandsmieten zu fordern. Es…
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taz Interview: „Wir wohnen radikal ungleich“

Schwarz-Rot will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten. Die Stadtplanungsexpertin Barbara Schönig ist darüber „doppelt erschüttert“ taz: Frau Schönig, die Bundesregierung will verbieten, dass private Wohnungskonzerne auf Länderebene vergesellschaftet werden können. Was halten Sie von diesem Beschluss des letzten Koalitionsausschusses? Barbara Schönig: Ich bin überrascht, dass es möglich sein soll, per einfachem Bundesgesetz die verfassungsrechtliche Kompetenz eines Bundeslands zu beschneiden – aber das mögen…
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Gemeinwohl sichern, Stadt gestalten – Boden als Konfliktfeld urbaner Transformation

  • Laura Calbet i Elias, Christian Molter, Felix Bentlin, Angela Million
  • 2025
  • Berlin Universities Publishing
  • https://doi.org/10.14279/depositonce-23468
Der Boden ist ein Schlüsselmotiv für die sozialökologische Transformation, um Klima- und Umweltbelange mit dem Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum und anderer Bausteine gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung in Einklang zu bringen. Die aktuell geforderte neue Umbaukultur sendet wichtige Signale in diese Richtung. Gleichwohl sind viele Aspekte aktueller Stadtentwicklung bodenlos. Kommunen können eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik kaum umsetzen, da sie den Boden zur Begleichung des dürftigen Finanzhaushalts veräußerten; wertvoller Bestand wird dem Verfall und dem Abriss preisgegeben, weil ein Neubau höhere Profite verspricht; der Flächenverbrauch liegt weit über dem Ziel, das vor mehr als 20 Jahre als nachhaltig erklärt wurde; die Wohnfläche pro Kopf steigt,…
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In Search of a Collective Housing Typology in Berlin and Beyond

  • Verena von Beckerath
  • 2026
  • Birkhäuser
  • https://doi.org/10.1515/9783035629408-006
von Beckerath, V. (2026). In Search of a Collective Housing Typology in Berlin and Beyond. In Eisenschmidt, A. (Ed.). At Home with the Collective. A Report from the Future of Housing. Birkhäuser, Basel, pp. 103–119.
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