Veranstaltungen

Jahrestagung 2026

Das Wohnen unterliegt einem stetigen Wandel. Will man diesen sozial, ökologisch und räumlich gerecht und zukunftsfähig gestalten, gilt es zunächst zu verstehen, wie gesellschaftlicher Wandel und Materialitäten von Architektur, Quartieren, Siedlungen samt ihrer Infrastrukturen und Freiräume sich wechselseitig beeinflussen. Und es gilt zu ergründen, welche Möglichkeiten, Widersprüche und Konflikte sich aus dem komplexen Spannungsverhältnis räumlicher Materialisierung des Wohnens und gesellschaftlicher Transformation ergeben. Konkret erfährt das weitgehend marktförmig organisierte und durch gesellschaftliche Individualisierung geprägte Wohnen unter den Bedingungen eines globalisierten, finanzialisierten und flexibilisierten Kapitalismus, vor dem Hintergrund multipler Krisen sowie gesellschaftlicher Transformationen, gegenwärtig einen tiefgreifenden Wandel. Die Tagung will diese aktuellen Entwicklungen ergründen und wie die Wechselwirkung baulich-räumlicher und gesellschaftlicher Aspekte in den Blick nehmen.

Weiter Wohnen wie gewohnt? Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens

Jahrestagung

Mai
07

Tagung am 7./8. Mai 2026, Bauhaus-Universität Weimar Wie kaum ein anderer Bereich des menschlichen Lebens wird das Wohnen durch gesellschaftlichen Wandel und epochale Umbrüche stetig verändert. Im Angesicht globaler gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen, Klimakatastrophen, Kriegen und Ressourcenknappheit sowie räumlicher und sozialer Polarisierungen bringt dieser „gewohnte Wandel“ die Dringlichkeit alter wie auch neuer Wohnungsfragen so deutlich wie selten zuvor zum Vorschein.  Will man diesen tiefgreifenden, gegenwärtigen Wandel des Wohnens sozial, ökologisch und räumlich gerecht und zukunftsfähig…
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Wohnlabor

Ob steigende Mieten und Verdrängung, Modernisierungs- und Neubauprojekte, die Geschäftspolitik öffentlicher Wohnungsunternehmen oder die Gleichzeitigkeit von Leerstand und Obdachlosigkeit: Die Wohnungsfrage bewegt Frankfurt, sie ist eine der zentralen Konfliktfelder der Stadt. In verschiedenen Formaten und aktuellen Anlässen arbeitet das Wohnlabor mit Mieter:innen und Betroffenen der Wohnungskrise, mit Wissenschaftler:innen, Expert:innen und Aktiven aus der Zivilgesellschaft, mit spannenden Gäst:innen von außerhalb und allen Interessierten der (Frankfurter) Stadtgesellschaft.

Wohnen in Frankfurt – kritische Bestandsaufnahme und politische Perspektiven.

Wohnlabor

Nov.
20
19:00
21:30

Auftakt der Veranstaltungsreihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt am Main«. Impulsvortrag von Prof. Dr. Sebastian Schipper (Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt) Kurzbeiträge u.a. von: Im Anschluss: Offenes Forum mit den Vortragenden, gemeinsame Wunschproduktion und Barabend »Adler fliegen hoch. Mieten fliegen höher.« Dieser Slogan des Mietentscheids Frankfurt aus dem Jahr 2018 hat nichts an seiner Aktualität verloren, im Gegenteil: Bezahlbarer Wohnraum bleibt in Frankfurt Mangelware, der Bestand an Sozialwohnungen sinkt unaufhörlich und Menschen…
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Zwischen Wohnungsnot und Klimakrise: Strategien einer Wärmewende für alle

Wohnlabor

Dez.
13
14:00
19:00

Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt am Main«. Die Stadt Frankfurt hat sich selbst dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Der Wohnungssektor gehört dabei zu den Bereichen mit dem größten Handlungsbedarf und den meisten Herausforderungen. Gleichzeitig ist Wohnen in Frankfurt so teuer wie nie. Mieterhöhungen nach energetischen Sanierungen und die steigenden Preise für Heizen und Energie drohen die Wohnungskrise in Frankfurt zu verschärfen und die…
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Leerstand zu Wohnraum – aber wie? Erfahrungen, Handlungsspielräume und Herausforderungen

Wohnlabor

Feb.
05
19:00
21:30

Ein Podiumsgespräch mit - Katharina Wagner (Amt für Wohnungswesen Frankfurt)- Astrid Wuttke (Architektin)- Christof Schwarz (Initiative Eine Stadt für Alle!)- und weiteren Gästen Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum offenen Austausch beim Barabend, Die Veranstaltungen ist öffentlich und kostenlos. Eine Veranstaltung des Wohnlabors am Institut für Sozialforschung (IfS), mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1). Veranstaltungsort: 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei), Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt a. M.
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Perspektiven für den Umgang mit Boden

Wohnlabor

Feb.
20
11:00
20:00

Fachgespräch & Podiumsdiskussion zu sozialökologischer Stadtpolitik am Beispiel der Grüne Lunge Eine Veranstaltung des Wohnlabors am Institut für Sozialforschung (IfS), mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1). Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Veranstaltungsort: 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei), Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt a. M.
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Wohnt Frankfurt ungleich? Rassismus als Wohnungsfrage

Wohnlabor

März
05
19:00
21:30

Hat Frankfurt eine rassistische Wohnungskrise? Worum geht es, wenn wir über Rassismusauf dem Wohnungsmarkt sprechen? Es geht um rassistische Zuschreibungen,diskriminierende Auswahlpraktiken bei Bewerbungen um eine Wohnung und um städtischeVerdrängungsmechanismen, die auch in Frankfurt den Zugang zu Wohnraum prägen. Frankfurt wächst, die Mieten steigen, und wer eine bezahlbare Wohnung ergattern kann, entscheidet sich oft nicht nur am Einkommen, sondern an Nachnamen, Staatsangehörigkeit oder Sprache.Frankfurt am Main – eine Stadt, in der mehr als die Hälfte der…
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Ringvorlesung (Wintersemester 2025/26)

Zerstörung - Zuflucht - Zukunft. Wohnen im und nach dem Krieg Wie wirkt sich Krieg auf das Wohnen aus und was können wir durch den Blickwinkel des Wohnens über Krieg lernen? In sieben Veranstaltungen beleuchten internationale Forschende aus Stadtplanung, Humangeographie, Architektur, Kunstgeschichte sowie Rechtswissenschaften und Anthropologie politische, ökonomische, bauliche und soziale Dimensionen der Wohnungsversorgung in Zeiten drohender und andauernder Kriege sowie sich anschließender Nachkriegsperioden. Die Beiträge blicken auf Entwicklungen in Bosnien, Deutschland, Israel, Jordanien, Syrien und der Ukraine und zeigen auf, wie Krieg als Zäsur bestehende Ordnungen und Strukturen zerstört, welche Neuerungen staatlicher Planungen zur Versorgung mit Wohnraum sich daraus entwickelt haben, wie die Menschen den alltäglichen Herausforderungen des Wohnens begegnen und wie bewaffnete Konflikte gesellschaftliche Wohnrealitäten und -identitäten dauerhaft prägen. Die Ringvorlesung findet dienstags 14tägig um 18.30 Uhr im Wechsel an den Standorten Weimar und Frankfurt/Main statt. Es gibt die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme.

Die Verrechtlichung des Wohnens – Anfänge und Kontinuitäten im und nach dem Krieg

Ring­vorlesung

Okt.
21
18:30
20:00

Pia Lange

Die Anfänge staatlicher Regulierung des Wohnens werden oftmals auf die Weimarer Republik datiert und mit dem Begriff der Wohnungszwangsverwaltung in Verbindung gebracht. Tatsächlich kam es jedoch schon während des Ersten Weltkrieges zu staatlichen Interventionen, die auf die dramatischen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt und die aufkommenden sozialen Spannungen reagierten. Manche der kriegsbedingten Notmaßnahmen erwuchsen zu Dauerreglungen, andere Maßnahmen verschwanden wieder. Hinter einem gewissen Grad an Verrechtlichung des Wohnens konnte der Staat allerdings weder nach dem Ersten…
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Taste of Cement – Gesellschaftlicher Alltag zwischen Kriegszerstörung und Wiederaufbau in Libanon und Syrien

Ring­vorlesung

Nov.
04
18:00
21:00

Ansgar Frerich/FrankEckardt/Aref Al-Swaidani

Über eine Million Menschen flüchteten seit 2011 vor dem Krieg aus Syrien in den Libanon. Viele von ihnen arbeiten mit prekärem Aufenthaltsstatus auf den Großbaustellen Beiruts, während ihre Häuser jenseits der Grenze in Trümmer geschossen werden. Von ihrem Zuhause abgeschnitten, verfolgen sie tagtäglich gemeinsam und zugleich allein die Zustände im eigenen Land und versuchen Strategien zu finden, um mit den Auswirkungen für Familie, Nachbarschaft, Identität sowie Wohn- und Lebensrealität umzugehen.Mit einer nachhaltig beeindruckenden Bild- und…
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Housing refugees in camps? From shelters to dwellings

Ring­vorlesung

Nov.
18
18:30
20:00

Ayham Dalal

Housing for displaced people is still largely conceived through camps and shelters, particularly during emergencies. Similarly, when returnees arrive in war-torn cities, responses often rely on prefabricated or temporary solutions that prioritize speed over quality of life. In this talk, Ayham Dalal argues that shelter is an imagined “abstract space” in the Lefebvrian sense devoted from social relations and politics, whereas dwelling is a driving force that leads the socio-spatial transformation of space. Using examples…
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Housing in Ukraine: War-induced Housing Crisis and Policy Response

Ring­vorlesung

Dez.
02
18:30
20:00

Galyna Sukhomud

The Russian invasion of Ukraine has triggered a profound housing crisis, resulting from both large-scale destruction and unprecedented displacement. Housing has emerged as one of the most severely affected sectors, and access to adequate accommodation remains among the most urgent needs of internally displaced persons (IDPs). According to World Bank estimates, 13 percent of Ukraine’s housing stock has been damaged or destroyed, impacting approximately 2.5 million households. This poses not only a long-term challenge for…
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Homeland Revisited: From Homing to Homecide

Ring­vorlesung

Dez.
16
18:30
20:00

Yael Allweil

In the devastation of the present war, the home itself has become a target. Revisiting her book Homeland: Zionism as Housing Regime, 1860–2011, architecture historian Yael Allweil introduces the concept of homecide—the deliberate destruction of homes as a central objective of war. This keynote explores how architecture, historiography, and social theory might help us understand both the making of homes and their deliberate unmaking. Building on historical and architectural evidence, the lecture examines how the…
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Shifting values of housing in Bosnia and Herzegovina

Ring­vorlesung

Jan.
20
18:30
20:00

Stef Jansen

Questions of housing are a key prism through which people in Bosnia and Herzegovina (BiH) have experienced social transformations over the last three and a half decades. They shaped experiences of the 1992-1995 war, in which half of the country's population was displaced and had to find accommodation away from their original place of residence. They were at the heart of a vast foreign-enforced programme of reconstruction and return of the displaced, which effectively centred…
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Einrichten in der Apokalypse. Prepper-Wohnfantasien im Zeitschriftenformat

Ring­vorlesung

Feb.
03
18:30
20:00

Mona Schieren

Wie bilden sich in Krisen- und Katastrophenszenarien spezifische Wohnutopien und Rückzugsarchitekturen heraus? Im Zentrum des Vortrags steht die Praxis des „Prepping“ – abgeleitet von ‚to be prepared.‘ Prepper rüsten ihr privates Heim oder Geheimversteck für die Apokalypse auf, häufig angespornt durch entsprechende Magazine und Filme. Untersucht wird bei der Reportage Inside Prepping eines Outdoorausrüstungsmagazins, welche Subjektivierungsweisen dem Prepping zugrunde liegen und wie Wohnen vorgestellt wird. Dies wird mit Zeitschriftenbeiträgen zum privaten Bunkerbau des Kalten Krieges…
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