Veranstaltungen

Jahrestagung 2026

Das Wohnen unterliegt einem stetigen Wandel. Will man diesen sozial, ökologisch und räumlich gerecht und zukunftsfähig gestalten, gilt es zunächst zu verstehen, wie gesellschaftlicher Wandel und Materialitäten von Architektur, Quartieren, Siedlungen samt ihrer Infrastrukturen und Freiräume sich wechselseitig beeinflussen. Und es gilt zu ergründen, welche Möglichkeiten, Widersprüche und Konflikte sich aus dem komplexen Spannungsverhältnis räumlicher Materialisierung des Wohnens und gesellschaftlicher Transformation ergeben. Konkret erfährt das weitgehend marktförmig organisierte und durch gesellschaftliche Individualisierung geprägte Wohnen unter den Bedingungen eines globalisierten, finanzialisierten und flexibilisierten Kapitalismus, vor dem Hintergrund multipler Krisen sowie gesellschaftlicher Transformationen, gegenwärtig einen tiefgreifenden Wandel. Die Tagung will diese aktuellen Entwicklungen ergründen und wie die Wechselwirkung baulich-räumlicher und gesellschaftlicher Aspekte in den Blick nehmen.

Weiter Wohnen wie gewohnt? Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens

Jahrestagung

Mai
07

Tagung am 7./8. Mai 2026, Bauhaus-Universität Weimar Wie kaum ein anderer Bereich des menschlichen Lebens wird das Wohnen durch gesellschaftlichen Wandel und epochale Umbrüche stetig verändert. Im Angesicht globaler gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen, Klimakatastrophen, Kriegen und Ressourcenknappheit sowie räumlicher und sozialer Polarisierungen bringt dieser „gewohnte Wandel“ die Dringlichkeit alter wie auch neuer Wohnungsfragen so deutlich wie selten zuvor zum Vorschein.  Will man diesen tiefgreifenden, gegenwärtigen Wandel des Wohnens sozial, ökologisch und räumlich gerecht und zukunftsfähig…
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Wohnlabor

Ob steigende Mieten und Verdrängung, Modernisierungs- und Neubauprojekte, die Geschäftspolitik öffentlicher Wohnungsunternehmen oder die Gleichzeitigkeit von Leerstand und Obdachlosigkeit: Die Wohnungsfrage bewegt Frankfurt, sie ist eine der zentralen Konfliktfelder der Stadt. In verschiedenen Formaten und aktuellen Anlässen arbeitet das Wohnlabor mit Mieter:innen und Betroffenen der Wohnungskrise, mit Wissenschaftler:innen, Expert:innen und Aktiven aus der Zivilgesellschaft, mit spannenden Gäst:innen von außerhalb und allen Interessierten der (Frankfurter) Stadtgesellschaft.

Wohnen in Frankfurt – kritische Bestandsaufnahme und politische Perspektiven.

Wohnlabor

Nov.
20
19:00
21:30

Auftakt der Veranstaltungsreihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt am Main«. Impulsvortrag von Prof. Dr. Sebastian Schipper (Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt) Kurzbeiträge u.a. von: Im Anschluss: Offenes Forum mit den Vortragenden, gemeinsame Wunschproduktion und Barabend »Adler fliegen hoch. Mieten fliegen höher.« Dieser Slogan des Mietentscheids Frankfurt aus dem Jahr 2018 hat nichts an seiner Aktualität verloren, im Gegenteil: Bezahlbarer Wohnraum bleibt in Frankfurt Mangelware, der Bestand an Sozialwohnungen sinkt unaufhörlich und Menschen…
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Zwischen Wohnungsnot und Klimakrise: Strategien einer Wärmewende für alle

Wohnlabor

Dez.
13
14:00
19:00

Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe »WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt am Main«. Die Stadt Frankfurt hat sich selbst dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Der Wohnungssektor gehört dabei zu den Bereichen mit dem größten Handlungsbedarf und den meisten Herausforderungen. Gleichzeitig ist Wohnen in Frankfurt so teuer wie nie. Mieterhöhungen nach energetischen Sanierungen und die steigenden Preise für Heizen und Energie drohen die Wohnungskrise in Frankfurt zu verschärfen und die…
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Leerstand zu Wohnraum – aber wie? Erfahrungen, Handlungsspielräume und Herausforderungen

Wohnlabor

Feb.
05
19:00
21:30

Ein Podiumsgespräch mit - Katharina Wagner (Amt für Wohnungswesen Frankfurt)- Astrid Wuttke (Architektin)- Christof Schwarz (Initiative Eine Stadt für Alle!)- und weiteren Gästen Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum offenen Austausch beim Barabend, Die Veranstaltungen ist öffentlich und kostenlos. Eine Veranstaltung des Wohnlabors am Institut für Sozialforschung (IfS), mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1). Veranstaltungsort: 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei), Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt a. M.
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Perspektiven für den Umgang mit Boden

Wohnlabor

Feb.
20
11:00
20:00

Fachgespräch & Podiumsdiskussion zu sozialökologischer Stadtpolitik am Beispiel der Grüne Lunge Eine Veranstaltung des Wohnlabors am Institut für Sozialforschung (IfS), mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1). Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Veranstaltungsort: 2og:dondorf (ehemalige Dondorf Druckerei), Gabriel-Riesser-Weg 3, 60325 Frankfurt a. M.
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Wohnt Frankfurt ungleich? Rassismus als Wohnungsfrage

Wohnlabor

März
05
19:00
21:30

Hat Frankfurt eine rassistische Wohnungskrise? Worum geht es, wenn wir über Rassismusauf dem Wohnungsmarkt sprechen? Es geht um rassistische Zuschreibungen,diskriminierende Auswahlpraktiken bei Bewerbungen um eine Wohnung und um städtischeVerdrängungsmechanismen, die auch in Frankfurt den Zugang zu Wohnraum prägen. Frankfurt wächst, die Mieten steigen, und wer eine bezahlbare Wohnung ergattern kann, entscheidet sich oft nicht nur am Einkommen, sondern an Nachnamen, Staatsangehörigkeit oder Sprache.Frankfurt am Main – eine Stadt, in der mehr als die Hälfte der…
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(K)eine Wohnwende in Frankfurt? Sozial-ökologische Perspektiven nach der Kommunalwahl

Wohnlabor

März
27
19:00
21:30

Podiumsgespräch mit Christoph Manus (Frankfurter Rundschau), Conny Petzold (Mietentscheid Frankfurt), Alexis Passadakis (Kampagne Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!), Johanna Betz (Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt a.M.), Felix Wiegand (Institut für Sozialforschung, Frankfurt a.M.) Ob „Bauen statt Babbeln“, „Wohnen statt Wucher“ oder „Mietenstopp für alle!“: Selten waren wohnungspolitische Forderungen im Frankfurter Stadtbild so sichtbar wie in diesem Kommunalwahlkampf. Kurz vor den Wahlen hat das Thema weitere Dynamik erhalten. Nach dem Haushaltsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung soll die städtische…
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Ringvorlesung (Sommersemester 2026)

Nonsolution: Politisches denken mit Siegfried Kracauer

Apr.
14
19:00

Gabu Heindl, Tabea Latocha, Stephan Lessenich, Drehli Robnik

Angesichts der Klimakatastrophe, ungerechter Verteilung von Reichtum oder Forderungen nach lebenswertem Wohn- und Stadtraum für alle werden oft Lösungen propagiert, die politische Kontexte und komplexe Bedingungen ausblenden. Solche puristischen Ansätze wie auch die damit verbundenen technisch-administrativ verkürzten Lösungen lassen geltende Herrschaftsverhältnisse unangetastet. Dem entgegen wird mit »nonsolution« ein radikaldemokratisch politisierter Ansatz vorgeschlagen. Der von dem Soziologen, Historiker und Stadttheoretiker Siegfried Kracauer geprägte Begriff legt nahe, dass nicht Lösungen vermieden, sondern aktive Nichtlösungen betrieben und strittige…
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Systemfrage Eigenheim – Familie, Eigentum und Staat nach 1945

Apr.
16
19:00

Lilli Rast, Enikő Charlotte Zöller, Jan Engelke, Rosanna Umbach

Das Eigenheim hat sich in verschiedenen politischen Systemen nach 1945 als Wohnform durchgesetzt. In einer Podiumsdiskussion werden dessen ideologische Hintergründe diskutiert. In der jungen Bundesrepublik wurde der Bau vom Einfamilienhaus in den Wirtschaftswunder-Jahren subventioniert, doch auch im DDR-Staatssozialismus gab es ein Eigenheimprogramm. In Ungarn ist die verbreitetste Einfamilienhaustypologie, der Kádár-Würfel, der überwiegend im Eigenbau entstand, bis heute nach dem damaligen Staatschef der sozialistischen Ära benannt. Welche Idealbilder von Staat, Familie, Konsum und Eigentum sind in…
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Ringvorlesung (Wintersemester 2025/26)

Zerstörung - Zuflucht - Zukunft. Wohnen im und nach dem Krieg Wie wirkt sich Krieg auf das Wohnen aus und was können wir durch den Blickwinkel des Wohnens über Krieg lernen? In sieben Veranstaltungen beleuchten internationale Forschende aus Stadtplanung, Humangeographie, Architektur, Kunstgeschichte sowie Rechtswissenschaften und Anthropologie politische, ökonomische, bauliche und soziale Dimensionen der Wohnungsversorgung in Zeiten drohender und andauernder Kriege sowie sich anschließender Nachkriegsperioden. Die Beiträge blicken auf Entwicklungen in Bosnien, Deutschland, Israel, Jordanien, Syrien und der Ukraine und zeigen auf, wie Krieg als Zäsur bestehende Ordnungen und Strukturen zerstört, welche Neuerungen staatlicher Planungen zur Versorgung mit Wohnraum sich daraus entwickelt haben, wie die Menschen den alltäglichen Herausforderungen des Wohnens begegnen und wie bewaffnete Konflikte gesellschaftliche Wohnrealitäten und -identitäten dauerhaft prägen. Die Ringvorlesung findet dienstags 14tägig um 18.30 Uhr im Wechsel an den Standorten Weimar und Frankfurt/Main statt. Es gibt die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme.

Die Verrechtlichung des Wohnens – Anfänge und Kontinuitäten im und nach dem Krieg

Ring­vorlesung

Okt.
21
18:30
20:00

Pia Lange

Die Anfänge staatlicher Regulierung des Wohnens werden oftmals auf die Weimarer Republik datiert und mit dem Begriff der Wohnungszwangsverwaltung in Verbindung gebracht. Tatsächlich kam es jedoch schon während des Ersten Weltkrieges zu staatlichen Interventionen, die auf die dramatischen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt und die aufkommenden sozialen Spannungen reagierten. Manche der kriegsbedingten Notmaßnahmen erwuchsen zu Dauerreglungen, andere Maßnahmen verschwanden wieder. Hinter einem gewissen Grad an Verrechtlichung des Wohnens konnte der Staat allerdings weder nach dem Ersten…
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Taste of Cement – Gesellschaftlicher Alltag zwischen Kriegszerstörung und Wiederaufbau in Libanon und Syrien

Ring­vorlesung

Nov.
04
18:00
21:00

Ansgar Frerich/FrankEckardt/Aref Al-Swaidani

Über eine Million Menschen flüchteten seit 2011 vor dem Krieg aus Syrien in den Libanon. Viele von ihnen arbeiten mit prekärem Aufenthaltsstatus auf den Großbaustellen Beiruts, während ihre Häuser jenseits der Grenze in Trümmer geschossen werden. Von ihrem Zuhause abgeschnitten, verfolgen sie tagtäglich gemeinsam und zugleich allein die Zustände im eigenen Land und versuchen Strategien zu finden, um mit den Auswirkungen für Familie, Nachbarschaft, Identität sowie Wohn- und Lebensrealität umzugehen.Mit einer nachhaltig beeindruckenden Bild- und…
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Housing refugees in camps? From shelters to dwellings

Ring­vorlesung

Nov.
18
18:30
20:00

Ayham Dalal

Housing for displaced people is still largely conceived through camps and shelters, particularly during emergencies. Similarly, when returnees arrive in war-torn cities, responses often rely on prefabricated or temporary solutions that prioritize speed over quality of life. In this talk, Ayham Dalal argues that shelter is an imagined “abstract space” in the Lefebvrian sense devoted from social relations and politics, whereas dwelling is a driving force that leads the socio-spatial transformation of space. Using examples…
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Housing in Ukraine: War-induced Housing Crisis and Policy Response

Ring­vorlesung

Dez.
02
18:30
20:00

Galyna Sukhomud

The Russian invasion of Ukraine has triggered a profound housing crisis, resulting from both large-scale destruction and unprecedented displacement. Housing has emerged as one of the most severely affected sectors, and access to adequate accommodation remains among the most urgent needs of internally displaced persons (IDPs). According to World Bank estimates, 13 percent of Ukraine’s housing stock has been damaged or destroyed, impacting approximately 2.5 million households. This poses not only a long-term challenge for…
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Homeland Revisited: From Homing to Homecide

Ring­vorlesung

Dez.
16
18:30
20:00

Yael Allweil

In the devastation of the present war, the home itself has become a target. Revisiting her book Homeland: Zionism as Housing Regime, 1860–2011, architecture historian Yael Allweil introduces the concept of homecide—the deliberate destruction of homes as a central objective of war. This keynote explores how architecture, historiography, and social theory might help us understand both the making of homes and their deliberate unmaking. Building on historical and architectural evidence, the lecture examines how the…
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Shifting values of housing in Bosnia and Herzegovina

Ring­vorlesung

Jan.
20
18:30
20:00

Stef Jansen

Questions of housing are a key prism through which people in Bosnia and Herzegovina (BiH) have experienced social transformations over the last three and a half decades. They shaped experiences of the 1992-1995 war, in which half of the country's population was displaced and had to find accommodation away from their original place of residence. They were at the heart of a vast foreign-enforced programme of reconstruction and return of the displaced, which effectively centred…
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Einrichten in der Apokalypse. Prepper-Wohnfantasien im Zeitschriftenformat

Ring­vorlesung

Feb.
03
18:30
20:00

Mona Schieren

Wie bilden sich in Krisen- und Katastrophenszenarien spezifische Wohnutopien und Rückzugsarchitekturen heraus? Im Zentrum des Vortrags steht die Praxis des „Prepping“ – abgeleitet von ‚to be prepared.‘ Prepper rüsten ihr privates Heim oder Geheimversteck für die Apokalypse auf, häufig angespornt durch entsprechende Magazine und Filme. Untersucht wird bei der Reportage Inside Prepping eines Outdoorausrüstungsmagazins, welche Subjektivierungsweisen dem Prepping zugrunde liegen und wie Wohnen vorgestellt wird. Dies wird mit Zeitschriftenbeiträgen zum privaten Bunkerbau des Kalten Krieges…
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Ringvorlesung (Sommer­­semester 2025)

Transdisziplinäre Zugänge zur Wohnungsforschung Im Rahmen unserer Ringvorlesung werden Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland Einblicke in aktuelle und transdisziplinäre Zugänge internationaler Wohnungsforschung. Im Zentrum stehen zwei Kernfragen:  »Warum und auf welche Weise können wir das Wohnen erforschen?«  »Welchen Zusammenhang sehen wir zwischen gesellschaftlicher Transformation und räumlicher Materialisierung des Wohnens?« Die Ringvorlesung des Kollegs findet während des Semesters regelmäßig am Dienstag um 18.30 Uhr im Wechsel an den Standorten des Kollegs (Weimar und Frankfurt/Main) statt. Es gibt die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme.

Researching domestic work: Intimacies and inequalities

Ring­vorlesung

Apr.
15
18:30
20:00

Rosie Cox

Domestic work is one of the ways in which houses are made into homes, but this work is not done equally and while domestic work is one of the most quotidian, ordinary activities that there is, its organisation and accomplishment are far from simple. In this talk I look at how we can research something as intimate and routine as domestic work in order to understand inequalities in the home. In addition to traditional housework,…
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Homelessness in San Diego: An Overview of Causes and Responses to the Crisis

Ring­vorlesung

Mai
13
18:30
20:00

Mirle Rabbinowitz-Bussel

In this talk, Dr. Mirle Rabinowitz-Bussell will explore different dimensions of the U.S. homelessness crisis with a focus on San Diego County. San Diego is situated in a large binational border region with a population of approximately 3.3 million people in a geographic area of 1.1 million hectares. It also has the dubious distinction of having the fourth largest number of people experiencing homelessness in the U.S. Dr. Rabinowitz Bussell will begin her presentation by…
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Challenges and Opportunities for Contemporary Housing Activism

Ring­vorlesung

Mai
27
18:30
20:00

Miguel Martinez

Most medium and large-size cities have been experiencing an acute housing crisis since, at least, the 2008 great financial crisis, although issues of housing unaffordability, discrimination, poor construction and maintenance, overcrowding, segregated urban location, home evictions, forcible displacement, and homelessness, to name a few, may be traced back to the origins of capitalism. Contemporary grassroots housing activism, movements, protests and organising face the housing crisis in different ways, according to their significant contexts and the…
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Ländliches Wohnen: Materialitäten, Zuschreibungen und Praktiken

Ring­vorlesung

Juni
10
18:30
20:00

Annett Steinführer, Aura Moldovan

Vorstellungen von ländlichen Räumen und Wünsche, dort zu leben, verbinden sich auch mit starken Bildern „guten“ Wohnens. Diese beziehen sich auf die materielle Hülle, die Eigen-tumsform und die Wohnumgebung, aber auch auf mit dem Wohnen verbundene Praktiken. Unser Vortrag möchte analytische und empirische Perspektiven auf ländliches Wohnen entwi-ckeln. Ohne auf einem etablierten Forschungsstand aufbauen zu können, wollen wir dabei nicht nur den Extremformen, sondern der sozialen und baulichen Vielfalt der Wohnrealitäten gerecht werden. Annett Steinführer…
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Arbeit am Wohnen: Gesellschaftliche Wohnverhältnisse ‚from below‘ erforschen

Ring­vorlesung

Juni
24
18:30
20:00

Moritz Rinn

Krisen der Wohnraumversorgung werden in Stadt- und Wohnungsforschung aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Innerhalb der kritisch-materialistischen Tradition wird die politische Ökonomie des Wohnens kapitalismusanalytisch fokussiert. Transformationen der Akkumulationsstrategien des (Immobilien-)Kapitals und der staatlichen Praktiken und Institutionalisierungen, die Kapitalakkumulation und soziale Reproduktionsbedingungen zu regulieren versuchen, werden als Materialisierungen von gesellschaftlichen Kämpfen und Kräfteverhältnissen begriffen. Kurz: Im Mittelpunkt des Interesses stehen Staat, Kapital und (Mieterinnen-)Bewegungen. Die Frage allerdings, wie umkämpfte gesellschaftliche Wohnverhältnisse alltäglich hergestellt und damit erst praktisch…
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Wie sich Wohnen ständig wandelt

Ring­vorlesung

Juli
08
18:30
20:00

Christine Hannemann

Aus trans- und interdisziplinärer Perspektive der Architektur- und Wohnsoziologie blickt Christien Hannemann auf den Wandel des Wohnens als Wechselwirkung zwischen gesellschaftlich-kulturellen Perspektiven, sozialen Bedürfnissen/Nutzungspraktiken und gebauter Umwelt. Sie thematisiert, welche Herausforderungen und Themen für gegenwärtige und darüber hinaus künftige Diskurse bestehen. Christine Hannemann ist Professorin für das Fachgebiet „Architektur- und Wohnsoziologie“ am Institut Wohnen und Entwerfen der Fakultät Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen der Wandel des Wohnens, Urbanität als…
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Ringvorlesung (Winter­semester 2024/25)

Interdisziplinäre Zugänge der Wohnungsforschung Im Rahmen unserer Ringvorlesung werden Wissenschaftler:innen aus dem In- und Ausland Einblicke in aktuelle internationale Forschungsdiskurse und interdisziplinäre Perspektiven der Wohnungsforschung geben. Wir diskutieren dabei Kernfragen „Warum und auf welche Weise können wir das Wohnen erforschen?“ und „Welchen Zusammenhang sehen wir zwischen gesellschaftlicher Transformation und räumlicher Materialisierung des Wohnens?“. Die Ringvorlesung des Kollegs findet während des Semesters regelmäßig am Dienstag um 18.30 Uhr im Wechsel an den Standorten des Kollegs (Weimar und Frankfurt/Main) statt. Es gibt die Möglichkeit einer digitalen Teilnahme.

Herausforderungen und Perspektiven in der Wohnungsforschung

Ring­vorlesung

Okt.
22
18:30
20:00

Ingrid Breckner, Monika Grubbauer

Mit welchen Herausforderungen setzte sich die Wohnungsforschung in den 1980er Jahren auseinander und worüber sprechen wir heute? Mit Perspektiven auf historische wie auch gegenwärtige Diskurse der deutschen Wohnungsforschung verdeutlichen Ingrid Breckner und Monika Grubbauer das andauernde aber sich wandelnde Spannungsverhältnis politischer, ökonomischer und sozialer Dimensionen. Sie veranschaulichen, mit welchen Praktiken und Strategien die verschiedenen Akteure der Wohnungsfrage begegne(te)n und reflektieren mit welchem Verständnis des Wohnens wir aus forschender Perspektive auf die Entwicklungen der praktischen Wohnungsversorgung…
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Wien und anderswo – Das Ende des Wohnbaus (als Typologie)

Ring­vorlesung

Nov.
19
18:30
20:00

Michael Obrist

Wien gilt Modell und Vorzeigebeispiel der Wohnungsgemeinnützigkeit. Wien ist für viele der Inbegriff für einen gelungenen sozialen Wohnbau und eine feste Referenz in den wohnungspolitischen Debatten zu leistbarem Wohnen. Michael Obrist hinterfragt, inwieweit dieser Mythos über den Wiener Wohnungsmarkt tatsächlich der Realität entspricht. Denn auch hier gibt es ähnliche – wenn auch abgeschwächte – Entwicklungstendenzen der Verteuerung und Kommodifizierung des Wohnens. Er hinterfragt, welche Rolle die Architektur für das „Wohnen“ und den „Wohnbau“ heutzutage spielt…
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Palast auf Kredit und andere Wohnprodukte. Zur Rolle von Architektur in der Wohnbauforschung vor und nach der neoliberalen Wende

Ring­vorlesung

Dez.
03
18:30
20:00

Anne Kockelkorn (Gent)

Wie verhandelt Architektur gesellschaflichen Wandel und macht ihn greifbar? Diesen Fragen widmet sich Anne Kockelkorn, indem sie Aspekte der Gestaltbarkeit und der Bezahlbarkeit von Wohnraum vor und nach der neoliberalen Wende aufzeigt. Anhand der Mikrogeschichte(n) verschiedener europäischer Wohnsiedlungen wird deutlich, welche Funktion die entwerfende Disziplin als situative Architekturperspektive in der Wohnbauforschung einnehmen kann. Anne Kockelkorn ist Assistant Professor für History and Theory of the City and the Architecture of Urban Housing an der Ghent University.…
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Gentrifizierung. Was kann die politische Ökonomie erklären und was nicht?

Ring­vorlesung

Dez.
10
18:30
20:00

Matthias Bernt

Als Reaktion auf den ‚Rent Gap‘ als politökonomischen Erklärungsansatz stellt Matthias Bernt den ‚Commodification Gap‘ vor. Um über die Ökonomie der Wohnungsproduktion hinaus auch die Nachfrage und damit soziale, demographische und kulturelle Prozesse stärker zu berücksichtigen ergänzt er das bewährte Konzept des ‚Rent Gap‘ um eben diese Dimensionen. Anhand von Fallbeispielen aus Großbritannien, Russland und Deutschland veranschaulicht er, wie klassische Betrachtungen des Umfelds politischer Entscheidungsfindung zur Wohnraumproduktion um historische, soziologische und politikwissenschaftliche Perspektiven erweitert werden…
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Transformations of Living: Learning from open spaces in Danish social housing

Ring­vorlesung

Jan.
14
18:30
20:00

Anne Tietjen

Based on Danish social housing estates of the post-war period, Anne Tietjen addresses the integration of the welfare state in historical open space designs of the housing estates. These ‘welfare landscapes’ reflect the zeitgeist of their respective period of construction and planning paradigm. Which housing ideologies can be seen in their material existence nowadays? And to what extent do these structures reflect urban residential change? Using various case studies, it presents the critical approach of…
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Housing Research in Europe? Societal and methodological challenges

Ring­vorlesung

Jan.
28
18:30
20:00

Joris Hoekstra

What are differences between housing systems in Europe and how to explain them? Along empirical and methodological approaches Joris Hoekstra addresses what has been done so far and what is missing in the broad and interdisciplinary field of European Housing Research? He demonstrates how housing problems for young people in local studies, such as in Amsterdam, and general European patterns can be analysed from various but combinable approaches. Joris Hoekstra is an Assistant Professor of…
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