Wohnlabor

Das Wohnlabor ist am Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt angesiedelt und untersucht wohnungspolitische Konflikte zwischen Polykrise, autoritärem Neoliberalismus und der sozial-ökologischen Transformation des Wohnens. Als langfristig angelegte Forschungsinfrastruktur zielt es darauf ab, die gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens über zivilgesellschaftliche Interventionen sowie politische, ökonomische oder bauliche Experimente zu erforschen und dabei aktiv mitzugestalten.

Wohnlabor am IfS Logo

Im Rahmen partizipativer Forschungsprojekte sollen zudem methodische und methodologische Fragen einer transdisziplinär ausgerichteten, angewandt-kritischen Wohnungsforschung bearbeitet und weiterentwickelt werden.

Darüber hinaus fungiert das Wohnlabor als öffentlicher Ansprechpartner des Graduiertenkollegs für forschende Impulse und Ideen aus der außerakademischen Praxis bzw. breiten Öffentlichkeit. In diesem Sinne dient es als Verbindungsglied des Kollegs, um zivilgesellschaftliche Anregungen aufzugreifen und diese in gemeinsame bzw. transdisziplinäre Forschungsvorhaben zu übersetzen.

Ansprechpartner für Anfragen und Rückmeldungen ist Felix Wiegand (fe.wiegand@em.uni-frankfurt.de).

Veranstaltungsreihe (WiSe 2025/2026)

WohnWendeWerkstatt. Wohnungspolitische Konflikte und sozial-ökologische Perspektiven in Frankfurt am Main

WohnWendeWerkstatt Insta Gesamt

Ob steigende Mieten und Verdrängung, Modernisierungs- und Neubauprojekte, die Geschäftspolitik öffentlicher Wohnungsunternehmen oder die Gleichzeitigkeit von Leerstand und Obdachlosigkeit: Die Wohnungsfrage bewegt Frankfurt, sie ist eine der zentralen Konfliktfelder der Stadt. Die Kommunalpolitik steht dabei vor großen Herausforderungen: Die Bevölkerungszahl steigt weiter, Baupreise und der Profitdruck von Investoren bleiben hoch, die Finanzlage der Stadt ist angespannt, von Bund und Land kommt wenig Unterstützung – und Klimaschutz und der Umgang mit den Folgen der Klimakrise sind drängender denn je.

Höchste Zeit also, im Vorfeld der Kommunalwahlen im März 2026 über die Möglichkeiten und Perspektiven einer Wohnwende in Frankfurt zu sprechen. Wie kann und muss eine soziale, ökologische und demokratische Wohnraumversorgung für alle in Zukunft aussehen? Welche konkreten Maßnahmen und Instrumente sind hierfür notwendig und welche Positivbeispiele gibt es aus anderen Kommunen? Und nicht zuletzt: Wie lässt sich eine Wohnwende in Frankfurt politisch und praktisch durchsetzen?

Über diese und viele weitere Fragen wollen wir im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe WohnWendeWerkstatt gemeinsam ins Gespräch kommen – mit Mieter:innen und Betroffenen der Wohnungskrise, mit Wissenschaftler:innen, Expert:innen und Aktiven aus der Zivilgesellschaft, mit spannenden Gäst:innen von außerhalb und allen Interessierten der Frankfurter Stadtgesellschaft. Kommt vorbei und diskutiert mit!

Eine Veranstaltungsreihe des Wohnlabors am Institut für Sozialforschung (IfS), mit Unterstützung des DFG-Graduiertenkollegs Gewohnter Wandel (GRK 2892 ∕ 1). Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos.

2025

20.11.2025, 19 Uhr: Auftaktveranstaltung. Wohnen in Frankfurt – kritische Bestandsaufnahme und politische Perspektiven. Weitere Veranstaltungsdetails

13.12.2025, 14 bis 19 Uhr: Workshop. Zwischen Wohnungsnot und Klimakrise: Strategien einer Wärmewende für alle.

2026

05.02.2026, 19 Uhr: Podiumsdiskussion. Leerstand zu Wohnraum – aber wie? Erfahrungen, Handlungsspielräume und Herausforderungen. Weitere Veranstaltungdetails

20.02.2026: Perspektiven für den Umgang mit Boden. Sozialökologische Stadtpolitik am Beispiel der Grüne Lunge. Weitere Veranstaltungsdetails

  • 11 bis 17 Uhr: Praxisorientiertes Fachgespräch (offen mit Anmeldung)
  • 18 bis 20 Uhr: Öffentliche Ergebnispräsentation und Podiumsdiskussion (2og:dondorf)

26.02.2026, 19 Uhr: Abschlussveranstaltung. Aus der Werkstatt in die Stadt: Strategien und Handlungsempfehlungen für eine sozial-ökologische WohnWende in Frankfurt.